Ich habe bisher jedes Update problemlos installieren können. Nur bei diesem Update hat mein System das Update nicht akzeptiert und Windows in eine Art Schleife geschickt. Mein Problem bestand darin, dass mein Rechner vor einem Neustart 30% des Updates als Fortschritt anzeigte, dann eine Neustart vorgenommen wurde. Nach dem Neustart kam der Fortschritt bei 48% an und darauf folgte ein weiterer Neustart. Bei diesem Neustart bekam ich folgende Meldung...

Das Update konnte nicht installiert werden. Die Änderungen werden rückgängig gemacht.

Diesem Neustart folgten noch ein einige mehr. Danach war mein Desktop wieder da. Ein Blick in die Updates zeigte mir den Fehlschlag.

Am Ende konnte ich Windows doch dazu überreden, das Update anzunehmen. Doch dazu habe ich einige Schritte durchführen müssen. Als Hauptgrund nenne ich hier den Übeltäter. Dieser kommt bei mir in Form des NVidia-Treibers. Dieser überschreibt eine Datei im Komponentenspeicher. Scheinbar hat NVidia Probleme mit der Bibliothek opencl.dll und überschreibt kurzerhand diese Datei. Nun ist dies aber nicht mehr die Originale und sobald Updates folgen, kann es zu Problemen kommen. Das komische daran ist aber auch, dass Microsoft diesen Treiber über die Windows Updates ausrollt, dabei zulässt, dass diese Datei überschrieben wird. Es aber nicht für nötig hält die Datei als neues Original zu akzeptieren. Was noch viel krasser daran ist, dass Microsoft diesen Treiber zertifiziert obwohl dieser die Updatefunktion von Windows beeinträchtigt. Jeder normale User kann nicht erkennen, wo jetzt das Problem liegt. Und auch ich hätte am liebsten mein Windows platt gemacht. Aber das hätte das Problem auch nicht behoben.

Was noch viel tragischer ist: Statt den Usern eine echte Lösung zu bieten schlägt Microsoft vor, die Originale Datei nach Installation des Treibers wiederherzustellen, dann alles zu testen und wenn es der Treiber noch tut Windows temporär daran zu hindern, weitere Updates für Windows oder der Treiber zu installieren... Also langsam ist Microsoft zu lustig. Wer den Ratschlag von MS beherzigen möchte, der darf das hier gerne machen.

Probleme mit der opencl.dll in Technet

Das Problem selbst beheben - sfc.exe

Empfohlen wird der Systemcheck per "sfc.exe". Dazu einfach die Windowstaste drücken und "cmd" tippen. Man kann auch anfangen "Eingabeaufforderung" zu schreiben, aber "cmd" ist einfacher.

Hier wählt man jetzt als Administator ausführen. Und im folgenden Fenster gibt man felgenden Befehl ein

sfc /scannow

Nachdem die Überprüfung abgeschlossen ist erhält man eine der 4 folgenden Nachrichten.

Der Windows-Ressourcenschutz hat keine Integritätsverletzungen gefunden.
Der Windows-Ressourcenschutz konnte den angeforderten Vorgang nicht ausführen.
Der Windows-Ressourcenschutz hat beschädigte Dateien gefunden und erfolgreich repariert. Details sind in der CBS enthalten. Protokoll %Windir%\Logs\CBS\CBS.log.
Der Windows-Ressourcenschutz hat beschädigte Dateien gefunden wurde aber nicht repariert. Details sind in der CBS enthalten. Protokoll %Windir%\Logs\CBS\CBS.log.

Hat man Meldung 1 erhalten, also es wurden keine Integritätsverletztungen gefunden, kann man die nächsten Anweisungen überspringen.

Bei mir kam die Meldung: Der Windows-Ressourcenschutz hat beschädigte Dateien gefunden wurde aber nicht repariert. Details sind in der CBS enthalten. Protokoll %Windir%\Logs\CBS\CBS.log. Um jetzt eine Auswertung zu erhalten schlägt Microsoft ein filtern vor. 

findstr /c:"[SR]" %windir%\Logs\CBS\CBS.log >"%userprofile%\Desktop\sfcdetails.txt"

Dies erstellt auf dem Desktop die Datei "sfcdetails.txt". Diese kann man entweder jetzt per Maus doppelklicken oder man verwendet meinen Einzeiler, der nach dem Filtern die Datei auch noch öffnet.

findstr /c:"[SR]" %windir%\Logs\CBS\CBS.log >"%userprofile%\Desktop\sfcdetails.txt" | notepad "%userprofile%\Desktop\sfcdetails.txt"

Neben den ganzen Zeilen die nichts weiter bedeutendes enthalten finden wir aber auch dies

[SR] Cannot repair member file [l:10]"opencl.dll" of microsoft-windows-RemoteFX-clientVM-RemoteFXWDDMDriver-WOW64-C, version 10.0.10586.0, arch Host= amd64 Guest= x86, nonSxS, pkt {l:8 b:31bf3856ad364e35} in the store, hash mismatch

Dies zeigt auf die Datei. Welche nicht repariert werden kann.

Nächster Versuch mit Dism.exe

Neben sfc exisitiert noch die eigentlich mächtigere Möglichkeit via DISM. Dabei werden immer diese 3 Zeilen angegeben, die ein Problem im Komponenten Speicher beheben sollen.

Dism /Online /Cleanup-image /Scanhealth
Dism /Online /Cleanup-Image /CheckHealth
Dism /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth

Eigentlich benötigt man nur 2 dieser Zeilen. Nämlich die 1. und die 3. Zeile. Dies soll ein Problem im Komponenten Speicher beheben. Aber ja Überraschung: Es funktionierte bei mir nicht. Das war dann der Punkt an dem ich erstmal den NVidia Treiber vom System geschmissen habe. Nach einem Neustart ist zwar der von Microsoft verteilte wieder im System. Aber naja...

Danach führte ich die 3. Option mit DISM mit einem modifizierten Aufruf durch. Vorher musste ich mir aber noch ein Windows 10 Image von Micosoft direkt besorgen ohne das Media Creation Tool zu verwenden.

auf https://www.microsoft.com/de-de/software-download/techbench (funktioniert aktuell nicht mehr, wenn man Windows 10 schon installiert hat, es muss sich das Media Creation Tool herunter geladen werden) lud ich mir eine zu meinem System passende Imagedatei herunter. Bei der Auswahl kann man nicht nach Pro oder der normalen Windows 10 Version auswählen. Wenn man ganz nach unten scrollt kann man sich die Edition auswählen. Dann wählt man seine Sprache und dann die Edition X86 für 32Bit Systeme und X64 für 64 Bit Systeme.

Das heruntergeladene speichert man sich am besten auf einer anderen Partition als der auf der Windows installiert ist. Das Image ist knapp 4 GB groß. Das Image muss man noch entpacken oder mounten. Zum mounten unter Windows 10 einfach das Image doppelklicken oder alternativ kann auch die Option wie sie in den nächsten Screenshots angezeigt verwendet werden.

Windows Image über "Bereitstellen" mounten.

 Windows Image über das Kontextmenu bereitstellen (mounten).

Als weitere Alternative kann man das Image auch einfach entpacken. Dazu kann man zum Beispiel die kostenlose Variante des Pack und Entpackprogramms 7Zip verwenden. Ich habe mich für das entpacken entschieden. Egal für was man sich entscheidet, wir müssen nun noch kurz zum Pfad mit dem Offlineimage navigieren. Dabei interessiert uns der Ordner "source" im Image.

 

Im Ordner sources können wir wenn wir die Maus in die Adesszeile setzen, diese komplett als Text lesen und kopieren. Dies benötigen wir nämlich im nächsten Schritt.

Mit dem Befehl

Dism /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth /Source:wim:D:\_Win\Win10_1511_German_x64\sources\install.wim:1 /LimitAccess

können wir jetzt eine Reparatur des Komponentenspeichers durchführen.

Dism /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth /Source:wim:D:\_Win\Win10_1511_German_x64\sources\install.wim:1 /LimitAccess

Der hier fett abgedruckte Teil, ist der Pfad zur Datei install.wim, welche im InstallationsImage als Offlineimage hinterlegt ist. Wenn ihr das Image gemountet habt, dann sieht vielleicht euer Aufruf so aus.

Dism /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth /Source:wim:E:\sources\install.wim:1 /LimitAccess

Nun noch einen Neustart durchführen und nun sollte das Update zu installieren sein. Funktion das immer noch nicht, so hat bei mir der erneute Aufruf von sfc /scannow den Fehler erkannt diesmal sogar eine Reparatur durchgeführt. Und ein installieren des NVidia Treibers 361.75 und eine erneute Prüfung mit sfc /scannow hat diesmal keinen Fehler hervorgebracht. Anscheindend haben da einige Leute ihre Hausaufgaben erledigt. Bleibt nur zu hoffen, dass Microsoft nicht mehr den älteren Treiber ausrollt.

Ich hoffe ich konnte euch helfen.

Quellen:

https://support.microsoft.com/de-de/kb/929833

http://sensorstechforum.com/fix-kb3124262-kb3124263-cumulative-update-issues/

http://www.winfuture-forum.de/index.php?showtopic=212901

https://technet.microsoft.com/de-de/library/hh824869.aspx